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Anatomie der Katzen

Gebiss der Katze

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Das Gebiss einer Katze ist Werkzeug und Waffe zugleich. Sie benutzt es hauptsächlich zur Nahrungsaufnahme - manchmal auch als Hilfsmittel zur Körperpflege. Die Katze besitzt das Gebiss eines Jägers: Die Eckzähne dienen zum Packen der Beute. Die Backenzähne zum Zerlegen größerer Brocken. Und die Schneidezähne zum Festhalten der Beute. Mit zwei Wochen schauen bereits die Milch-Eckzähne eines Kätzchens heraus, mit acht Wochen sind die Milchzähne dann voll entwickelt. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der Zahnwechsel und mit neun Monaten sind bereits alle Milchzähne durch das komplette Gebiss einer erwachsenen Katze ersetzt. Das Gebiss der Katze bedarf keiner außergewöhnlichen Pflege - es wird einmal im Jahr beim Check-up vom Tierarzt untersucht. Eventuell wird bei dieser Gelegenheit Zahnstein entfernt, der sich bilden kann.

Krallen und Pfoten

Wegen ihrer Gangart bezeichnet man Katzen als Zehengänger.
Wenn sie sich vorwärts bewegen, treten sie nicht mit der ganzen Pfote auf, sondern nur mit den Zehenspitzen.
Dadurch entsteht der typisch geschmeidige Schleichgang.
Katzen haben an ihren Vorderpfoten einschließlich der Daumenkralle fünf, an den Hinterbeinen vier krallenbesetzte Ballen.
Die Krallen sind Kletterhilfe und Waffe zugleich, und ein Muskelmechanismus ermöglicht es der Katze, sie beim Laufen in eine Art Krallenscheide zu versenken.
Fühlt das Tier sich bedroht, fährt es blitzschnell seine scharfen, spitzen Krallen durch Zug der Zehenbeugemuskeln aus, und dann wird es für seinen Gegner gefährlich.

Lymphsystem der Katze

Auf das Fell sind einige wesentliche Lymphknoten in ihrer Lage aufgezeichnet

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1.

Ohrspeicheldrüsenlymphknoten

2.

Kehlgangslymphknoten

3.

Oberflächliche Halslymphknoten

4.

Achselhöhlenlymphknoten

5.

Oberflächliche Leistenlymphknoten

6.

Kniekehllymphknoten

Neben dem Blutgefäßsystem durchzieht das Lymphgefäßsystem als weitverzweigtes Netz den Körper. Der Inhalt der Bahnen ist Lymphe, eine Flüssigkeit, die aus dem Körper stammt, bestimmte Filterstationen - die Lymphknoten - durchläuft und dann wieder dem Blut zugeführt wird. Befinden sich jetzt krankmachende Keime in dieser Lymphe, so können diese in den Lymphknoten ausgefiltert werden und führen hier zu Reaktionen, die als Umfangsvermehrungen der Lymphknoten sichtbar werden.

Aktiver Bewegungsapparat - Skelettmuskulatur

Die Bewegung der Gelenke erfolgt durch die Einwirkung der Muskeln. Jeder Muskel besitzt einen Ursprungsbereich, der oberhalb des Gelenkes liegt und einen Ansatz unterhalb des Gelenkes. Wird jetzt der Muskel durch Einen Nervenreiz veranlasst, sich zusammenzuziehen, so verkürzt er sich. Da zwischen Ursprung und Ansatz das Gelenk liegt, können die Knochen bei der Verkürzung des Muskels bewegt werden. Als wesentliche Wirkungsgruppe unterscheidet man zwischen den Muskeln nach ihrer Funktion: Beuger, Strecker und Dreher. Die Wirkungsweise eines Muskels hängt immer von der Lage seines Ursprungs und Ansatzes ab

Darstellung der oberflächlich gelegenen Muskulatur

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1.

Oberlippenheber & Erweiterer des Nasenloches

2.

Jochmuskel

3.

Rückzieher des äußeren Augenwinkels

4.

Heber des inneren Augenwinkels

5.

Äußerer Kaumuskel

6.

Lange Auswärtszieher des Ohres

7.

Brustbein-Kopf-Muskel

8.

Schulter-Hals-Muskel

9.

Schlüsselbeinstreifen

10.

Schlüsselbein-Oberarmmuskel

11.

Schulter-Hals-Muskel

12.

Trapezmuskel

13.

Deltamuskel

14.

Unterer Grätenmuskel

15.

Dreiköpfiger Muskel

16.

Breiter Rückenmuskel

17.

Unterer gezahnter Muskel

18.

Äußerer schiefer Bauchmuskel

19.

Innerer schiefer Bauchmuskel

20.

Oberarmmuskel

21.

Tiefer Brustmuskel

22.

Oberarm-Speichenmuskel

23.

Äußerer Speichenmuskel

24.

Gemeinsamer Zehenstrecker

25.

Äußerer Ellenbogenmuskel

26.

Tiefer Zehenbeugenmuskel

27.

Äußerer Zehenstrecker

28.

Runder Einwärtsdreher

29.

Innerer Speichenmuskel

30.

Oberflächlicher Zehenbeuger

31.

Schneidermuskel

32.

Spanner der Schenkelfaszie

33.

Mittlerer Kruppenmuskel

34.

Oberflächlicher Kruppenmuskel

35.

Schwanz-Oberschenkelmuskel

36.

Zweiköpfiger Oberschenkel-Muskel

37.

Halbsehniger Muskel

38.

Halbhäutiger Muskel

39.

Wadenmuskel

40.

Langer Wadenbeinmuskel

41.

Langer Zehenstrecker

42.

Vorderer Schienbeinmuskel

43.

Tiefer Zehenbeuger

 

 

 

 

Passiver Bewegungsapparat - Knochen und Gelenke

Das tragfähige Skelettsystem gibt dem Katzenkörper seine Stabilität und schütz gleichzeitig empfindliche Organe wie Herz und Lunge im Brustkorb und das Gehirn im Kopf. Durch gelenkige Verbindungen der einzelnen Knochen untereinander ist überhaupt erst eine Fortbewegung möglich. Bei den Gelenken kann man einen Beugewinkel und einen Streckwinkel unterscheiden. Wird das Gelenk gebeugt, so werden die freien Enden der Knochen des Gelenkes einander genähert, wird es gestreckt, entfernen sich die Knochenenden voneinander. Zur Ausführung der Vielzahl der Bewegungsabläufe sind die einzelnen Gelenke sehr unterschiedlich gebaut und haben verschiedene Bewegungsradien.

Darstellung des Knochengerüstes/Skelett

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1.

Zwischenkieferbein

2.

Oberkieferbein

3.

Stirn

4.

Hirnschädel

5.

Jochbogen

6.

Unterkiefer

7.

Augenhöhle

8.

Halswirbel

9.

6 von 7 ausgebildeten Halswirbeln

10.

2 Rippe

11.

13 Rippe

12.

Brustbeinanfang

13.

Brustbeinende

14.

1 Brustwirbel

15.

Letzter Brustwirbel

16.

1 Lendenwirbel

17.

7 Lendenwirbel

18.

Kreuzbein

19.

Schwanzwirbel

20.

Schulterblatt

21.

Oberarm

22.

Speiche

23.

Elle (22. & 23. = Unterarm)

24.

Vorderfußwurzel

25.

Vordermittelfuß

26.

Vorderzehen

27.

Becken

28.

Hüftgelenk

29.

Oberschenkel

30.

Kniescheibe

31.

Schienbein

32.

Wadenbein (31.&32. = Unterschenkel)

33.

Hinterfußwurzel

34.

Hintermittelfuß

35.

Hinterzehen

 

 

Verdauungsorgane

Im Bereich der Maulhöhle befinden sich die kräftig ausgebildeten Zähne, von denen die Hakenzähne oder Fangzähne auffallen. Besondere Bedeutung für die Nahrungsaufnahme haben im Oberkiefer der P4 und im Unterkiefer der M1 als Reißzähne, mit denen die Katze die Nahrung abreißt. Diese Nahrung wird in der Maulhöhle eingespeichelt (Speicheldrüsen) und dann durch die Speiseröhre in den Magen transportiert, wo die Verdauung fortgesetzt wird. Die Nahrung wird im Dünndarm mit den Abschnitten: Zwölffingerdarm(12), Leerdarm und Hüftdarm weiter aufgespaltet, wobei Verdauungssäfte aus der Leber(10) und der Bauchspeicheldrüse helfen. Im Dickdarm mit den Abschnitten: Blinddarm, Grimmdarm und Enddarm(13) wird die Verdauung beendet und die nicht verdauten Reste zum Kot eingedickt.

Kopfspeicheldrüsen und Übersicht der Körperhöhlenorgane

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1.

Ohrspeicheldrüse

2.

Unterkieferdrüse

3.

Unterzungendrüse

4.

Oberkieferbackendrüse

5.

Vorderer Lungenlappen

6.

Mittlerer Lungenlappen

7.

Hinterer Lungenlappen

8.

Herz

9.

Zwerchfell

10.

Rechte Leberhälfte

11.

Magen

12.

Zwölffingerdarm

13.

Enddarm

14.

Netz

15.

Niere

16.

Harnleiter

17.

Harnblase

 

 

Herz und Kreislauf

Das Herz ist die Pumpe des Körpers, die für den Bluttransport sorgt. Über die Venen gelangt das sauerstoffarme, verbrauchte Blut zur rechten Herzhälfte und wird von hier zur Lunge gepumpt. Die Lunge versorgt das Blut mit Sauerstoff, der für alle Vorgänge im Körper von Bedeutung ist. Von der Lunge gelangt das Blut zurück ins Herz, in dessen linke Hälfte und wird jetzt durch das Herz in die Hauptschlagader(3) gepumpt, von wo aus es sich über die Arterien und Kapillaren im Körper verteilt und über die Venen zur rechten Herzhälfte zurückfließt.

Übersicht der Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der Lage des Herzens

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1.

Luftröhre

2.

Herz

3.

Hauptschlagader

4.

Speiseröhre

5.

Zwergfell

6.

Leber

7.

Magen

8.

zMil

9.

Netz

10.

Niere

11.

Harnleiter

12.

Harnblase

13.

Enddarm

 

 

 

 

Luftwege

Die Atemluft gelangt durch die Nase in die Lunge. In der Nase wird die Luft angewärmt und angefeuchtet. Diese Anfeuchtung ist für die Sättigung der Luft in der Nase mit Wasserdampf und das Verdunsten der Produkte der Drüsen in der Nase von Bedeutung. Hierdurch wird das Riechen wesentlich unterstützt. Die so präparierte Luft gelangt durch den Kehlkopf und Kreuzung des Verdauungsweges in die Luftröhre und von hier in die Bronchien. Diese verzweigen sich vielfach in den Lungen bis zu feinsten Bläschen, durch deren Wand hindurch der Austausch des mit der Luft eingeströmten Sauerstoffes und des aus dem Blut stammenden Kohlendioxids erfolgt. Dieses Gas wird bei der Ausatmung in die Umwelt abgegeben. Die Luft kann auch über die Maulhöhle aufgenommen werden, was aber nur bei starker Belastung erfolgt.

Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der Atemwege

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1.

Nasenhöhle

2.

Atmungsrachen

3.

Luftröhre

4.

Vorderer Lungenlappen

5.

Mittlerer Lungenlappen

6.

Hinterer Lungenlappen

7.

Speiseröhre

8.

Zwergfell

9.

Leber

10.

Magen

11.

Magenausgang

12.

Zwölffingerdarm

13.

Dünndarm

14.

Enddarm

15.

Niere

16.

Harnleiter

17.

Harnblase

18.

Eierstock

19.

Gebärmutter

 

 

 

 

Männliche Geschlechtsorgane

Man unterscheidet hier: die zwei Keimdrüsen-Hoden(17), die die Samenzellen bilden-, die zwei Nebenhoden(17), die die Samenzellen speichern, die zwei Samenleiter(18), durch die die Samenzellen transportiert werden, und die Vorsteherdrüse(19), die zu dem Samen noch bestimmte Sekrete dazugibt. Durch die Harnröhre, in die die Samenleiter münden, wird der Samen beim Deckakt in die Gebärmutter abgegeben. Das Glied des Katers(20) ist nach hinten gerichtet.

Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung  der männlichen Geschlechtsorgane

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1.

Maulhöhle

2.

Zunge

3.

Schlingrachen

4.

Speiseröhre

5.

Zwerchfell

6.

Leber

7.

Magen

8.

Milz

9.

Dünndarm

10.

Enddarm

11.

Luftröhre

12.

Herz

13.

Hauptschlagader

14.

Niere

15.

Harnleiter

16.

Harnblase

17.

Hoden und Nebenhoden

18.

Samenleiter

19.

Vorsteherdrüse

20.

Glied

 

 

Weibliche Geschlechtsorgane

Diese gliedern sich von vorn nach hinten in zwei Eierstöcke(14), zwei Eileiter, die Gebärmutter(15) mit ihren beiden Hörnern und dem kurzen Körper, den Gebärmuttermund sowie die Scheide(17) und den Scheidenvorhof. Beim Deckakt liegt das Glied in der Scheide und der Samen wird in die Gebärmutter abgegeben. Am Eierstock sind zu dieser Zeit Eizellen frei geworden, die in den Eileiter fallen. Hier treffen sie auf die aktiv vorwärts wandernden Samenfäden und es kommt zur Befruchtung. Die befruchteten Eizellen gelangen in die Gebärmutter, wo sie sich festsetzen und zu geburtsreifen Katzen entwickeln.

Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der weiblichen Geschlechtsorgane

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1.

Herz

2.

Hintere Hohlvene

3.

Vordere Hohlvene

4.

Unpaare Vene

5.

Hauptschlagader

6.

Zwerchfell

7.

Leber

8.

Magen eröffnet

9.

Zwölffingerdarm

10.

Dünndarm

11.

Niere

12.

Harnleiter

13.

Harnblase

14.

Eierstock

15.

Gebärmutter z.T. eröffnet

16.

Frucht in der Gebärmutter

17.

Scheide

 

 

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